Sicherheitsthemen

Die innere Heiterkeit des Menschen, die wahre Heiterkeit- die etwas ganz anderes ist als die Lustigkeit-entsteht nur, wenn der Mensch sich in Gegenwart und Zukunft in Ruhe und Sicherheit weiß. Ferdinando Galiani

Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit in einer Welt in der nichts sicher scheint, so lautet der Text eines aktuellen Songs der Gruppe Silbermond.  Die Botschaft ist unmissverständlich, der Ruf nach Sicherheit klingt in den Ohren  ein jeder Altersgruppe. Die Versicherungsbranche boomt,  der Drang sich gegen alles und jeden zu versichern nimmt stetig zu. Risikominimierung treibt den Absatz von Lebensversicherungen, Krankenversicherungen, Sterbeversicherungen, Arbeitsunfähigkeitsversicherungen,  und vielen anderen Versicherungen, drastisch nach oben. Der Staat soll Sicherheit vor Terror gewährleisten, Männer sollen Frauen soziale Sicherheit versprechen, der Arbeitgeber soll für die Sicherheit am Arbeitsplatz sorgen, Mütter sind für die Sicherheit ihrer Kinder verantwortlich und so zieht sich die Sicherheit durch alle Bereiche des Lebens. Ist das sicher dass du befördert wirst, bist du sicher dass er dich betrügt, sicher, sicher, bin ich sicher. Sicherheitsfirmen sprießen wie Pilze aus der Erde und machen Flughäfen, Bahnhöfe, Diskotheken und Stadtviertel sicherer.

Es wird geworben mit immer sichereren Autos, sicheren Reiseländern und  sicherer Kleidung. In der Politik geht es um innere Sicherheit, außenpolitische Sicherheit, Internetsicherheit, Arbeitssicherheit, soziale Sicherheit, Bürgersicherheit usw. Mit Sicherheit kann man eins sagen, nichts ist sicher. Jeder noch so gut versicherte kann morgen aus dem Haus gehen und es fällt ihm ein Dachziegel auf den Kopf und er ist tot. Das sicherste Auto nutzt nichts wenn ein LKW auf Kollisionskurs ist. Die Reiseversicherung nützt nichts, wenn das Flugzeug abstürzt und was bringt den Frauen die versprochene, soziale Sicherheit wenn der Mann pleite geht. Nichts ist so sicher, wie dass nichts sicher ist. Keine Überwachungskamera am Haus nutzt uns was, wenn wir auf der Straße überfallen werden. Keine Sicherheitskleidung macht uns sicherer wenn uns ein Bagger überfährt. Die Frage ist, wie möchte man sein Leben verbringen, in Angst, in Sicherheit oder einfach nur von Tag zu Tag. Hängt uns die ständige Angst im Genick es könnte etwas passieren, dann passiert auch etwas. Machen wir uns ständig Gedanken um die schlimmsten Eventualitäten, werden Schreckensszenarien eintreten. Wenn man sich ganz objektiv vor Augen hält was jeden Tag so passieren kann, dürften wir uns nicht mehr aus dem Haus wagen und müssten aus Sicherheitsgründen ein abgeschottetes Leben auf der Couch führen. Wer hat denn dazu schon Lust ?

Also man lebe sein Leben mit all seinen Risiken, das bringt Lebensqualität und wer das tut, wird sich mit Sicherheit auch nicht zu Tode langweilen.
 


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